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Berufliches Schulzentrum Odenwaldkreis ebnet Migranten Einstieg in das Berufsleben

Für 23 Schülerinnen und Schüler am Beruflichen Schulzentrum Odenwaldkreis (BSO) in Michelstadt war der letzte Schultag am Freitag etwas ganz Besonderes. Alle haben sie gemeinsam, dass sie an der vor zwei Jahren ins Leben gerufene Schulform „Integration und Abschluss“ (InteA) teilgenommen haben und nun – je nach Wissensstand – mit einem Deutschen Sprachdiplom (DSD 1 Pro) für ihren Einsatz belohnt wurden.

 

Dem entsprechend groß waren die Freude und der Beifall für jeden Einzelnen, als im Foyer die Auszeichnungen vergeben wurden. Immerhin handelt es sich dabei um Dokumente, die das Siegel der Kultusministerkonferenz tragen und weltweit anerkannt sind. Überreicht wurden die Diplome von Schulleiter Wilfried Schulz und den Lehrkräften Jutta Trost und Brigitte Blitz. Für die jungen Menschen aus Eritrea, Syrien, Afghanistan und anderen Ländern unterstreichen diese Urkunden deren hohen Integrationswillen und eine Leistungsbereitschaft, die für einen vielversprechenden Einstieg in das Berufsleben sprechen, unterstrich Schulz. “Sie haben sich den neuen Herausforderungen vorbildlich gestellt”, lobte der Schulleiter auch das Engagement der Lehrkräfte und Sozialpädagogen, die die InteA-Klassen unterrichten und darüber hinaus sozial integrieren. Auch der Erste Kreisbeigeordnete Oliver Grobeis ließ es sich nicht nehmen, in seiner Rolle als Schuldezernent des Odenwaldkreises allen am Projekt Beteiligten seine Anerkennung auszusprechen.

 

“Ich hoffe, Sie können mit dem Diplom in der Tasche vieles von dem verwirklichen, was Sie sich von einem dauerhaften Aufenthalt in Deutschland versprechen. Mit dem Erwerb der deutschen Sprache haben Sie die Basis für eine gelingende Integration geschaffen”, freute Grobeis sich darüber, dass sechs Prüflinge eine Ausbildung beginnen und einige weitere in einen höheren Schulbildungsgang überwechseln werden. Es war immerhin kein Leichtes, das Sprachdiplom zu erwerben, fügten die Prüferin der mündlichen Prüfung, Nydia Dmytrow, und die Prüfungsvorsitzende Silke Weis der Feierstunde einige Hintergrundinformationen hinzu. Neben der mündlichen Prüfung, die in Form einer Präsentation mit Bezug zur beruflichen Welt (z um Beispiel Beruf, Firma, Praktikum und Werkstück) erfolgt, müssen die Absolventen eine schriftliche Prüfung sowie eine Lese- und Hörprüfung erfolgreich bestehen. Erst dann öffnen sich die Türen für eine Ausbildungsreife oder zum Wechsel beispielsweise in das Berufliche Gymnasium.

 

“Ihre Leistungen liegen weit über dem Landesdurchschnitt”, stellte Schulz einen Vergleich her, der sich sehen lassen durfte und mit großem Beifall honoriert wurde. Elf InteA-Schülerinnen und Schüler wurden mit dem Deutschen Sprachdiplom B 1, sechs mit dem Diplom A 2 und weitere sechs mit Teilleistungsbescheinigungen in die Ferien verabschiedet.

 

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Glückliche Gesichter bei Lehrkräften und Teilnehmern: 23 Schülerinnen und Schüler der Integrationsklassen haben am Beruflichen Schulzentrum Odenwaldkreis ihr Deutsches Sprachdiplom erhalten.

 

Text & Foto: Manfred Giebenhain (www.presse-foto-pr.de)
Beitrag: Kevin Sommer am 16.08.2017