Der Ausbildungsberuf zur Medizinischen Fachangestellten (MFA) ist deutschlandweit der zweitbeliebteste Ausbildungsberuf bei jungen Frauen. Auch männliche Auszubildende sind mittlerweile keine Seltenheit mehr in diesem Beruf mit einem breiten Spektrum an Aufgabenbereichen und Entwicklungsmöglichkeiten. Wie wichtig das „Lebenslange Lernen“ in diesem Beruf ist, stellte Jasmin Fischer auf Einladung der Klassenlehrerin, Frau Gabriele Schulz, dem diesjährigen Abschlussjahrgang der Medizinischen Fachangestellten am Beruflichen Schulzentrum Odenwaldkreis (BSO) vor.

 

Jasmin Fischer hat als „Hessens Beste“ ihre Ausbildung im Jahre 2016 abgeschlossen und bereits eine Vielzahl an Fort- und Weiterbildungen absolviert, sodass sie quasi „aus erster Hand“ die jungen Nachwuchskräfte informieren konnte.

 

Fast nirgendwo ist der Fortschritt so dynamisch wie in der Gesundheits-versorgung und daher benötigen die behandelnden Ärzte gut ausgebildete Fachkräfte, die sie entlasten, so Jasmin Fischer. Deshalb müssen diese „am Ball bleiben“, um das eigene berufliche Fachwissen ständig auf dem neuesten Stand zu halten. Die Ärztekammer bietet für die Medizinischen Fachangestellten daher ein breites Spektrum an Fort- und Weiterbildungen an. Frau Fischer erläuterte, dass sie selbst als „Hessens Beste“ ein Stipendium der Ärztekammer erhalten hat und dies nutzte, um sich als Fachwirtin für ambulante und medizinische Versorgung mit Schwerpunkt Kardiologie zu qualifizieren. Anschließend absolvierte sie eine Fachweiterbildung für Sedierung, eine Weiterbildung im „Advance Life Support“ sowie eine Ausbildung als Sanitäterin. Derzeit studiert sie berufsbegleitend dual den Bachelor-Studiengang Physician Assistant in Frankfurt. Dieser wird sie befähigen unter ärztlicher Anleitung auch bestimmte delegationsfähige ärztliche Tätigkeiten auszuüben und an dieser Schnittstelle Aufgaben zur Optimierung und Verbesserung in der Patientenversorgung zu übernehmen.

 

Frau Fischer berichtete den Nachwuchskräften über die Möglichkeit der Fortbildung zur nicht-ärztlichen-Praxisassistentin“(NäPA) und zur „Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis“ (VERAH). Beide Qualifizierungen befähigen die Fachkräfte eigenständig Haus- und Pflegebesuche in Abstimmung mit den Ärzten durchzuführen.

 

Auf Nachfrage der jungen angehenden Fachkräfte führte Frau Fischer aus, dass wer sich zur Fortbildung entschließt, Zeit, Energie und auch Geld investieren muss. Allerdings, so betonte sie, kommt diese Investition zurück bzw. meist amortisiert sich diese.

 

Ausbildungsinfo:
Im Internet unter https://www.laekh.de/fuer-mfa/berufsausbildung finden Sie Informationen zur Ausbildung zur/zum Medizinischen Fachangestellte/n

 

 

Bild : Jasmin Fischer bei ihrer Präsentation am Beruflichen Schulzentrum Odenwaldkreis (BSO)
(fotografiert von Gabriele Schulz, Klassenlehrerin der Klasse 12 MFA)