Fachschule für Sozialpädagogik
 
 
Welchen Abschluss erreichen Sie?
 

In der dreijährigen Ausbildung erreichen Sie den Abschluss der Staatlich anerkannte Erzieherin / des Staatlich anerkannter Erziehers. Dieser berechtigt und befähigt zur selbständigen und verantwortlichen Berufstätigkeit als Erzieherin oder Erzieher in sozialpädagogischen Institutionen und in der offenen Kinder- und Jugendarbeit.
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Fachschule für Sozialpädagogik (FSSP) und der Teilnahme am Zusatzangebot „Mathematik“ mit bestandener Zusatzprüfung, wird die Fachhochschulreife erworben.

 
 
Wie verläuft die Ausbildung?
 

Die Ausbildung gliedert sich in:
 
eine überwiegend fachtheoretische Ausbildung von zwei Jahren an der Fachschule für Sozialpädagogik
(inklusive Kurzpraktika in sozialpädagogischen Einrichtungen), die mit einer theoretischen Prüfung abgeschlossen wird und
 
ein anschließendes einjähriges Berufspraktikum in sozialpädagogischen Einrichtungen, das mit einer methodischen Prüfung endet.
 
Personen mit mindestens 2jähriger einschlägiger beruflicher Vorerfahrung können die Ausbildung um 1 Jahr verkürzen.

 
 
Was und wie wird gelernt?
 

Die Ausbildung erfolgt nach dem Rahmenlehrplan des Landes Hessen. Der Fächerkanon ist in 4 Lernbereiche eingeteilt (s. Stundentafel). Inhalte und Formen sozialpädagogischer Arbeit werden fachlich analysiert und auf der Grundlage verschiedener Theorien und Konzepte interpretiert.
 
Die Fachschule orientiert sich am zukünftigen Anforderungsprofil des Erzieherinnenberufes und gibt Ihnen Gelegenheit folgende Kompetenzen zu erwerben:
 
 
• Sachkompetenz in berufsbezogenen Fragen und Zusammenhängen
 
• Sozialkompetenz: Fähigkeit zur Zusammenarbeit bzw. Verantwortungsbewussten, Auseinandersetzung mit Anderen
 
• Selbstkompetenz: Kritische Selbstwahrnehmung und Selbstbehauptung, um gegenüber den anvertrauten Kindern und Jugendlichen verantwortlich zu handeln
 
 
Der Bildungsgang an der Fachschule für Sozialpädagogik am BSO in Michelstadt und das anschließende Berufspraktikum wird als Entwicklungsprozess verstanden, in dessen Verlauf Sie schrittweise diese beruflichen Kompetenzen erwerben. Dabei werden Sie von den Lehrkräften fachlich und persönlich begleitet. Die Verbindung von allgemeiner und fachlicher Bildung sowie eine Persönlichkeitsbildung ist uns wichtig.
 
Dem aufgezeigten Ausbildungsziel entspricht exemplarisches Arbeiten mit fächerübergreifender Thematik und Praxisbezug. Bei der Unterrichtsgestaltung kommt den Arbeitsformen besondere Bedeutung zu, die Ihnen Erfahrungen in Gruppenprozessen ermöglichen und Sie auf die Übernahme von Erziehungsverantwortung vorbereiten. Im beruflichen Bereich wird in Lernfeldern unterrichtet.

 
 
Welche Voraussetzungen sind für die Aufnahme zu erfüllen?
 

1. Mittlerer Abschluss (Realschulabschluß, Versetzung in die Klasse 11 des Gymnasiums, Abschlusszeugnis einer zweijährigen Berufsfachschule des Landes Hessen) und
 
2. Berufsabschluss als Staatlich geprüfte Sozialassistentin / Staatlich geprüfter
Sozialassistent oder
 
• Abschluss einer einschlägigen anerkannten mind. zweijährigen Berufsausbildung oder
 
• die erfolgreiche Teilnahme an einer Feststellungsprüfung zum Nachweis gleichwertiger beruflicher Vorbildung.
 
Zur Feststellungsprüfung wird zugelassen, wer drei Jahre Berufstätigkeit und
sozialpädagogische Erfahrung nachweisen kann.
 
Darauf werden angerechnet:
 
• eine abgeschlossene Berufsausbildung.
• erzieherische und pflegerische Tätigkeit in der Familie bis zu 2 Jahren.
• Abitur bzw. Fachhochschulreife bis zu 2 Jahren.
• förderliche Studienleistungen an Hochschulen und Fachhochschulen.
• einen Auslandsaufenthalt als Aupair bis zu einem Jahr.
• Grundwehrdienst / Zivildienst oder ein freiwilliges soziales Jahr.
• einschlägige sozialpädagogische / sozialpflegerische Berufstätigkeit.
• Für die verkürzte Ausbildung sind zusätzliche Nachweise über die 2jährige einschlägige Berufserfahrung zu führen.

 
 
Welche Unterlagen werden zur Bewerbung benötigt?
 

Anmeldeformular
• o. g. Schul- und Arbeitszeugnisse (evtl. Zwischenbescheinigungen) in beglaubigter Form
• ein tabellarischer Lebenslauf
• ein ärztliches Zeugnis über gesundheitliche Eignung (Formular für ärztliche Bescheinigung für Schulform Sozialwesen)
• ein aktuelles Lichtbild
• ggf. ein Nachweis über die Teilnahme an einem vorausgegangen Auswahlverfahren
• eine schriftl. Erklärung, ob Sie bereits eine Fachschule für Sozialpädagogik besucht oder an einer Abschlussprüfung
  teilgenommen haben.
 
 
Bewerben Sie sich bis zum 15. Februar schriftlich (formlos oder mit Anmeldebogen) am Beruflichen Schulzentrum Odenwaldkreis – Fachschule für Sozialpädagogik- mit den o. g. Unterlagen.

 
 
Auswahlverfahren:
 

Ein Auswahlverfahren Anfang März findet statt, wenn die Zahl der BewerberInnen größer ist als die zur Verfügung stehenden Ausbildungsplätze.

 
 
Ausbildungsförderung:
 

Eine Ausbildungsförderung ist nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAFöG) möglich. Im Einzelfall fördert auch das Arbeitsamt im Rahmen von Weiterbildungsmaßnahmen.

 
 
Sie haben Interesse?
 

Dann stehen Ihnen wir Ihnen auch gerne zu einem individuellen Beratungsgespräch
zur Verfügung. Terminvereinbarung über das Sekretariat.