Industriekaufmann/-frau

Duale kaufmännische Ausbildung mit 3 jähriger Laufzeit

 

Was bedeutet dual?

Der theoretische Teil der Ausbildung findet an einem Tag der Woche (14 tägig an zwei Berufsschultagen) im Beruflichen Schulzentrum Odenwaldkreis (BSO) statt. Die praktische Ausbildung erfolgt an den verbleibenden Tagen im Ausbildungsbetrieb.

 

Welche Tätigkeiten erledigt ein Industriekaufmann?

Als Industriekaufmann/frau kaufen oder verkaufen Sie Produkte oder Dienstleistungen Ihres Unternehmens und sind für sämtliche betriebswirtschaftlichen Prozesse verantwortlich.

 

Im Bereich Marketing analysieren Sie Marktpotenziale, entwickeln Marketing- und Vertriebsstrategien und übernehmen Aufgaben im Projektmanagement.

 

Den Bedarf an Produkten und Dienstleistungen ermitteln Sie in der Materialwirtschaft und Planung.

 

Als Mitarbeiter im Bereich Logistik kümmern Sie sich auch um das Produktmanagement sowie um finanzielle Belange wie Investitions- und Finanzierungsplanung und die Kostenanalyse.

 

In der Personalabteilung sind Sie zuständig für Gehaltsabrechnungen, Personalstatistiken, den Personaleinsatz und das Verwalten der Personalakten.

 

Natürlich sind Sie auch zuständig für die Kundenberatung und Kundenbetreuung, wozu ein großes Maß an Kommunikationstalent gehört. Da Ihre Kunden auch aus dem Ausland kommen können, finden Kundenkontakte oft in einer Fremdsprache statt.

 

Wie werde ich auf die zu erfüllenden Aufgaben vorbereitet?

Die theoretische Ausbildung orientiert sich an den 12 Lernfeldern im Rahmenlehrplan für den Ausbildungsberuf Industriekaufmann/ Industriekauffrau (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 14.06.2002) und dem allgemeinbildenden Unterricht in den Fächern Deutsch, Englisch, Politik, Religion und Datenverarbeitung.

 

Zur Erlangung der erforderlichen, beruflichen Handlungskompetenz um u.a. o.g. Tätigkeiten erfolgreich erledigen zu können, findet handlungsorientierter Unterricht statt. Dabei werden im Unterricht praktische und theoretische Lerninhalte miteinander verknüpft.

 

Hierzu finden am BSO u.a. Lernortkooperationen statt, mit dem Ziel, fach- und handlungssystematische Strukturen miteinander zu verschränken.

 

Als Experten für ihr jeweiliges Fachgebiet besuchen Mitarbeiter der Ausbildungsbetriebe die Berufsschule und werden mit in den Unterricht einbezogen (z.B. im Lernfeld 7 Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen).

 

Auch finden Unternehmensbesichtigungen mit unterschiedlichen, im Unterricht vorbereiteten, Themenschwerpunkten statt.

Welche schulischen Voraussetzungen muss ich erfüllen?

„Industriekaufmann/-frau“ ist ein nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) bundesweit anerkannter Ausbildungsberuf. Rein rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben. Das gängige Ausbildungsprofil sieht jedoch die allgemeine Hochschulreife, Fachhochschulreife oder den Realschulabschluss vor.

 

Welche Anforderungen werden an Auszubildende zum Industriekaufmann/-frau gestellt?

Neben kaufmännischem Denken, Verhandlungsgeschick und Durchsetzungsvermögen, sollten Sie kommunikationsfähig, kontaktbereit und kunden- bzw. serviceorientiert sein. Sie vereinen konzentriertes und sorgfältiges Arbeiten und können gut organisieren.

 

Welche Prüfungen müssen zu welchem Zeitpunkt abgelegt werden?

Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes wird eine Zwischenprüfung in der Mitte des zweiten Ausbildungsjahres durchgeführt.

 

Die Zwischenprüfung ist schriftlich (Multiple Choice und Rechenaufgaben) anhand praxisbezogener Aufgaben oder Fälle durchzuführen. Jeder Auszubildende ist verpflichtet, an dieser Prüfung teilzunehmen, da sie die Voraussetzung für die Zulassung zur IHK-Prüfung (Abschlussprüfung) ist.

 

Diese besteht aus drei schriftlichen Prüfungsgebieten: Geschäftsprozesse, Kaufmännische Steuerung und Kontrolle und Wirtschafts- und Sozialkunde. Zusätzlich findet eine mündliche Prüfung statt, die aus einer Präsentation eines Einsatzgebietes und einem Fachgespräch besteht.

 

Welche Karriere und Fortbildungsmöglichkeiten gibt es nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung?

Neben einer Weiterbildung z.B. zur/zum staatlich geprüften Betriebswirt/in haben Sie auch die Möglichkeit, an einer Universität zu studieren (z.B. Wirtschaftswissenschaften), natürlich unter der Voraussetzung einer Hochschulzugangsberechtigung.

 

Das Anmeldeformular finden Sie hier:

 

Anmeldeformulare: Anmeldung Berufsschule