Ein besonderer Tag für die Medizinischen Fachangestellten im Kammerbezirk Darmstadt:
141 Prüflinge hatten sich den Herausforderungen der Abschlussprüfung gestellt,
94 von ihnen konnten schließlich ihr erfolgreiches Bestehen feiern.
Besonders erfreulich: Acht Prüflinge erzielten in der praktischen Prüfung die
Traumnote eins, davon drei aus dem Odenwaldkreis.

Gabriele Schulz mit Absolventinnen der Medizinischen Fachangestellten aus dem Odenwaldkreis
Von links: Gabriele Schulz (Klassenlehrerin), Lynn Fornoff,
Mehdia Afshar, Oliwia Koziel, Margarita Anastasiadou, Cecile Meier,
Yagmur Chousein und Bianca Bauer.
Foto: Leander Schulz

Herausragende Prüfungsergebnisse

Mit herausragenden Ergebnissen überzeugte Bianca Bauer,
ausgebildet in der Kinderarztpraxis Dr. Silke Biedebach in Michelstadt:
Im praktischen Teil erreichte sie 100 Prozent, im schriftlichen
Teil 91 Prozent in Behandlungsassistenz und
97 Prozent in Wirtschaft und Soziales.

Ebenso erzielten Lynn Fornoff aus der Odenwaldpraxis
Trumpfheller/Préalle in Erbach mit 96 Prozent und
Mehdia Afshar aus dem Ärztehaus Höchst Dr. Eckert/Pitz
in Höchst mit 95 Prozent im praktischen Teil die
Traumnote eins.

Gabriele Schulz, Bianca Bauer und Dr. Silke Biedebach
Von links: Gabriele Schulz (Klassenlehrerin),
Bianca Bauer und Frau Dr. Biedebach (Ausbilderin).
Foto: Leander Schulz

Fachwissen, Geduld und Einfühlungsvermögen

Den Auftakt der Veranstaltung machte der Vorsitzende der Bezirksärztekammer
Erich Lickroth, der den Absolventinnen und Absolventen sowie
ihren Ausbilderinnen und Ausbildern herzlich zum erfolgreichen Abschluss
gratulierte.

In seiner Ansprache ging er auch auf die besonderen Anforderungen des
Praxisalltags ein. „Manchmal beginne ein Patient mit einer scheinbar kleinen
Frage und aus einer kurzen Auskunft werde schnell ein zwanzigminütiges
Gespräch“, so Lickroth. Dann seien neben Fachwissen vor allem Geduld,
Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit gefragt, flexibel auf Menschen und
Situationen einzugehen.

An diese Gedanken knüpfte anschließend Studienrätin Gabriele Schulz,
Klassenlehrerin am Beruflichen Schulzentrum Odenwaldkreis (BSO) in Michelstadt
und Vertreterin der Prüfungskommission bei den praktischen Prüfungen in
Bad Nauheim, mit ihrem persönlichen Grußwort an.

Sie richtete den Blick vor allem auf die menschliche Seite des Berufs und
darauf, was die neuen MFA den Patientinnen und Patienten tagtäglich
mitgeben können.

„Eine MFA zu sein bedeutet nicht nur, Fachwissen zu besitzen.
Es bedeutet auch Menschlichkeit, Mitgefühl und Aufmerksamkeit.“

Symbolisch stellte sie die drei Buchstaben des Berufsbildes in den Mittelpunkt:
M – für Menschlichkeit und Mitgefühl,
F – für Fachwissen, Freundlichkeit und Fürsorge,
A – für Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und Ausdauer.

Denn hinter jedem Termin stehe ein Mensch, hinter jeder Untersuchung eine
eigene Geschichte. Ein freundliches Wort, ein Lächeln oder ein offenes Ohr
könnten manchmal genauso wichtig sein wie die medizinische Fachkompetenz.

„Sie werden vielleicht nicht jeden Tag hören, wie wichtig Ihre Arbeit ist.
Nicht jeder Patient wird ‚Danke‘ sagen“, gab sie den Absolventinnen und
Absolventen mit auf den Weg.

„Aber Sie werden wissen: Ich war da. Ich habe geholfen.
Ich habe den Unterschied gemacht.“

Gleichzeitig richtete sie ihren Dank an alle, die die jungen Menschen auf
ihrem Weg begleitet hatten – an Lehrkräfte, Ausbilderinnen und Ausbilder,
Praxisteams, Familien und Freunde.

Gabriele Schulz, Lynn Fornoff und Jennifer Trumpfheller
Von rechts: Gabriele Schulz (Klassenlehrerin),
Lynn Fornoff und Frau Jennifer Trumpfheller (Ausbilderin).
Foto: Leander Schulz

Ein Song für die Medizinischen Fachangestellten

Zwischen den Redebeiträgen sorgte die Band Felissima mit
„Mensch“ und „80 Millionen“ für die passende musikalische
Begleitung. Die Lieder griffen auf ihre eigene Weise die Themen Menschlichkeit,
Gemeinschaft und Zusammenhalt auf.

Für den musikalischen Höhepunkt sorgte der Sänger
Amadeus Schulz mit einem eigens für die MFA zugeschnittenen
Song, dessen Refrain die Bedeutung des Berufs auf den Punkt brachte:

„Ihr seid das Herz in jeder Praxis,
seid das Lächeln jeden Tag.
Ihr gebt den Menschen Halt und Hoffnung,
auch wenn nicht jeder ‚Danke‘ sagt.“

Die Absolventinnen und Absolventen machten begeistert mit, klatschten im
Takt und ließen sich von der fröhlichen Stimmung anstecken.

So endete eine Abschlussfeier, die den erfolgreichen Weg der Absolventinnen
und Absolventen würdigte und zugleich den Blick auf das richtete, was vor
ihnen liegt: ein Beruf voller Verantwortung und mit einer wichtigen
Aufgabe für die Gesellschaft.

Neun erfolgreiche MFA aus dem Odenwaldkreis

Das Zeugnis der Landesärztekammer erhielten
Mehdia Afshar (Ärztehaus Höchst Dr. Eckert/Pitz in Höchst),
Leyla Alagöz (Odenwaldpraxis Trumpfheller/Préalle in Erbach),
Margarita Anastasiadou (HNO-Praxis in Erbach),
Lea Ballau (Gesundheitszentrum Odenwaldkreis GmbH in Erbach),
Bianca Bauer (Kinderarztpraxis Dr. Silke Biedebach in Michelstadt),
Yagmur Chousein (Ärztezentrum Bad König),
Lynn Fornoff (Odenwaldpraxis Trumpfheller/Préalle in Erbach),
Oliwia Koziel (Dr. W. Petruch in Reichelsheim) und
Cecile Meier (Gesundheitszentrum Odenwaldkreis GmbH in Erbach).

Absolventinnen der Medizinischen Fachangestellten mit Klassenlehrerin Gabriele Schulz auf der Bühne
Gruppenbild auf der Bühne:
Von links: Oliwia Koziel, Lea Ballau, Cecile Meier, Bianca Bauer,
Lynn Fornoff, Mehdia Afshar, Margarita Anastasiadou, Yagmur Chousein
und Gabriele Schulz (Klassenlehrerin).
Foto: Leander Schulz

Fotos: Leander Schulz