Elf Schülerinnen und Schüler der Q2 aus den Leistungskursen Praktische Informatik und Mechatronik des beruflichen Gymnasiums  waren am 21.04.2026 zu Gast bei Pirelli in Breuberg. Begleitet wurden sie von ihren Tutorinnen Dr. Heidrun Günzel (PI) und Silke Klar (ME).

Ihre Eindrücke und Erfahrungen schildern die Schülerinnen und Schüler in nachstehendem Bericht.

„Einen Vormittag lang informierten wir uns über die moderne Reifenproduktion im Odenwald.
Der Tag begann an der Pforte des Betriebs. Dort wurden wir „eingecheckt“, bekamen eine Sicherheitsunterweisung und Werksausweise.

Fahrsimulator
Nach einer kurzen Begrüßung durch den Ausbildungsleiter Christian Heckmann gingen wir ins Virtual Development-Center (VDC). Dort werden im Auftrag von unterschiedlichen Fahrzeugherstellern neue Reifen mit viel IT entwickelt. Durch einen interessanten Vortrag wurden wir über die zugehörigen Prozesse informiert. Hochmodern werden Reifen des Premiumsegments zunächst am Rechner individuell für den jeweiligen Fahrzeugtyp konzipiert. Anschließend können Testfahrer in einem statischen Fahrsimulator, die Reifen wirklichkeitsgetreu testen, ohne dass sich der Fahrsimulator überhaupt bewegt. Vor dem Auto ist eine halbkreisförmig gebogene Leinwand montiert, auf welche die Fahrstrecke projiziert wird. Die verbaute Technik innerhalb des Fahrsimulators simuliert mit z.B. straffziehenden Sicherheitsgurten, sich aufblasenden Luftkissen und entsprechender Geräuschkulisse eine sehr realistische Testfahrt.
Im dahinterliegenden Kontrollraum werten Experten die Testfahrten aus, um final den optimalen Reifen entwickeln zu können.

(c) Pirelli

Jeder von uns durfte im Simulator während einer automatisch laufenden Testfahrt kurz probesitzen. Einige Schüler wären sehr gerne selbst aktiv geworden, so wie beim Besuch im letzten Sommer, wo einige Teilnehmer durch eigenes Fahren tatsächlich 2 Versionen eines (ggf. nur digital vorhandenen) Reifens vergleichen konnten.

Werksführung

Anschließend wurden wir von Tilo Schwarz, dem Leiter der technischen Ausbildung, durch Teile der Produktion geführt, natürlich unter Einhaltung der Sicherheitsregeln. Wir erhielten dafür Sicherheitsschuhe, Warnwesten und ein Head-Set, um die interessanten Informationen in der Geräuschkulisse eines produzierenden Betriebs besser hören zu können, u.a. viele wissenswerte Details von der „Teigherstellung“ bis zur Vulkanisierung („Backen“) des Reifens.

Das Werk in Breuberg befindet sich aktuell in einer technologischen Transformation. Wir konnten Halbautomaten sehen, an welchen Mitarbeiter den Herstellungsprozess der Reifen unterstützen. Vermehrt halten Robotersysteme Einzug in die Reifenproduktion, von denen uns im direkten Vergleich einige gezeigt wurden. Diese übernehmen vollautomatisiert komplette Prozessschritte der Reifenfertigung einschließlich des Transports von Material und Zwischenprodukten. Besonders die Wartung und Überwachung dieser Anlagen verlangen gut ausgebildetes Personal.

Ausbildung und Duales Studium bei Pirelli

Abgerundet wurde der Besuch durch eine Präsentation der Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten bei Pirelli.

Alles in allem war es ein informationsreicher und interessanter Unterrichtstag außerhalb der Schule. Vielen Dank an das Team von Pirelli!“

Text: Silke Klar
Foto: Dr. Heidrun Günzel/Tilo Schwarz; Pirelli

Beitrag: Dr. Sabine Hofmann am 11. Mai 2026